Kategorie: Ergebnis

Sommersonne und Rodelsport: Zwei Pokale an einem Wochenende

Sommersonne und Rodelsport: Zwei Pokale an einem Wochenende

Sommersonne statt Winterkälte, Rennrodeln statt Freibad – am vergangenen Wochenende wurde es auf der Tempton-Rennrodelbahn in Schierke wieder sportlich. Gleich zwei Pokale standen auf dem Programm: Für die Nachwuchsrodler bis einschließlich U18 ging es um den Barenbergpokal, die älteren Sportler kämpften beim Schierker Feuersteinpokal um die begehrten Trophäen.

Insgesamt 41 Starter aus acht Vereinen gingen an den Start. Die Altersspanne reichte dabei von gerade einmal sieben bis 70 Jahren und zeigte einmal mehr, wie breit der Rodelsport auf der Schierker Bahn aufgestellt ist. Neben den regulären Wettkämpfen gab es auch in diesem Jahr wieder den traditionellen Gästepokal, bei dem ehemalige Rodler und Gäste selbst einmal die Bahn testen konnten.

Drei Läufe, drei Schlitten und viel Sommer

Für die Sportler des Baren- und Feuersteinpokals standen jeweils drei Wertungsläufe auf dem Programm. Dabei wurde zwischen den Läufen der Schlitten getauscht, sodass nicht das Material allein über Sieg und Platzierung entschied und innerhalb der Klassen möglichst faire Bedingungen herrschten.

Bei sommerlichen Temperaturen bot die Schierker Bahn dabei wieder ihre ganz eigenen Herausforderungen. Was im Winter nach klassischem Rennrodeln aussieht, funktioniert schließlich auch bei Sonnenschein: Konzentration beim Start, die richtige Linie und möglichst wenig Zeitverlust auf den rund 300 Metern bis ins Ziel waren gefragt.

Barenbergpokal: Die Gäste haben die Nase vorn

25 Nachwuchsrodler gingen beim Barenbergpokal an den Start. Dabei zeigten sich die Harzer Sportler ausgesprochen gastfreundlich und überließen den angereisten Gästen einige der vorderen Plätze.

In der Jugend D männlich hatte Rafael Schnellbach vom Schierker RBV keine Konkurrenz und konnte sein Rennen damit für sich entscheiden. Bei den Jungen der Jugend C musste sich Jakob Hoff (Schierke) dagegen Tobias Riha vom RRC Altenberg geschlagen geben.

In der Jugend B blieb der Sieg dagegen wieder im Harz: Erik Albrecht setzte sich vor seinem Schierker Vereinskameraden Karl-Anton Neuerer durch.

Besonders erfolgreich waren die Gäste bei den Mädchen der Jugend A. Den Sieg holte sich Anna-Luisa Goldstein vom ESV Lok Zwickau vor ihrer Vereinskameradin Franziska Zöllner. Dahinter folgten mit Anna Ringler, Svenja Hahne und Charlotte Nette gleich drei Sportlerinnen vom RC Blankenburg auf den Plätzen drei bis fünf.

Bei den ältesten Nachwuchsrodlern im Barenbergpokal gingen die Siege schließlich wieder in den Harz. Leni Zieprich vom Schierker RBV setzte sich bei den Mädchen durch, während Lennox Laue vom RC Blankenburg bei den Jungen gewann. Platz zwei ging hier an Ben Flachsbarth vom RRC Walthershausen.

Feuersteinpokal: Mehr Pokale für die Harzer

Bei den über 18-Jährigen konnten die Harzer Sportler dann deutlich mehr Pokale für sich verbuchen – und damit auch den einen oder anderen Schierker Feuerstein mit nach Hause nehmen.

Bei den Herren blieb das Podium noch vollständig in sächsischer Hand. Die Brüder Streitenberger vom RC Blankenburg verpassten das Podium knapp und belegten die Plätze vier und fünf.

In der Seniorenklasse D gingen dagegen alle Pokale in den Harz: Benjamin Günther holte den Pokal für den RC Blankenburg vor Hans-Jürgen (Jr) Schnellbach, bei den Damen siegte Mariann Kestel (beide Schierker RBV).

Bei den Senioren C durfte sich der Schierker RBV gleich über zwei starke Ergebnisse freuen. Bei den Damen gewann Susette Vouilléme vom Schierker RBV. Bei den Herren ging der Sieg an Radek Riha, der eigens mit seiner Familie aus Liberec in Tschechien nach Schierke angereist war. Dahinter belegte unser Vize Sven Zieprich den zweiten Platz und nahm den kleineren Pokal mit nach Hause. Platz drei ging an Fabian Flachsbarth vom RRC Walthershausen.

Der Schnellste bekommt den großen Pokal

Eine besondere Tradition des Feuersteinpokals ist die Ehrung des Zeitbesten des gesamten Rennens. Über alle Altersklassen hinweg wird dabei der große Wanderpokal vergeben.

Auch in diesem Jahr war Konrad Köhler vom SSV Lichtenstein der Schnellste. Dabei verpasste er seinen eigenen Bahnrekord aus dem vergangenen Jahr nur denkbar knapp: Gerade einmal acht Tausendstelsekunden fehlten zu seiner Rekordzeit. Im kommenden Jahr könnte er den Pokal mit dem dritten Sieg in Folge endgültig sein Eigen nennen. Allerdings hat sein Bruder Tilmann für diesen Plan vorsorglich schon einmal Einspruch angekündigt. 😉

Gästepokal mit 13 Teilnehmern

Auch die Gästeklasse war in diesem Jahr wieder gut besetzt: 13 Gäste und ehemalige Rodler wagten sich auf die Schierker Bahn. Gefahren wurden zwei Läufe, von denen jeweils der bessere in die Wertung einging.

Für die Kleinsten war dabei schon die Suche nach einem passenden Schlitten eine kleine Herausforderung. Mit gerade einmal vier Jahren waren einige Teilnehmer noch so klein, dass erst einmal ein entsprechend kleines Gefährt gefunden werden musste. Getraut haben sie sich trotzdem – und zeigten dabei teilweise erstaunlich wenig Respekt vor der Bahn. Während die „Großen“ nach dem ersten Lauf schon überlegten, was sie wohl falsch gemacht hatten, fuhren die Kleinsten einfach los und machten es teilweise sogar besser.

Eine offizielle Wertung gab es für die Starter ab der regulären Starthöhe. Die Teilnehmer, die unterhalb dieser Höhe starteten, wurden mit einer Teilnahmeurkunde und Pokalen für die Kleinsten belohnt, die sie stolz nach Hause trugen. Für die regulär gestarteten Gäste gab es Urkunden und Pokale der Gästeklasse.

So war die Gästeklasse auch in diesem Jahr wieder eine schöne Mischung aus Rodelerfahrung und Nachwuchs-Mut – und sorgte nicht nur bei den Teilnehmern für viel Spaß.

Zum Testen wurde in diesem Jahr außerdem eine nicht gewertete Doppelkonkurrenz ausgetragen. Dabei gingen drei Gespanne an den Start. Die Brüder Konrad und Tilmann Köhler setzten sich mit deutlichem Abstand gegen die Brüder Streitenberger vom RC Blankenburg sowie das Doppel Günther/Schmeil durch.

Damit ging ein rundum gelungenes Rodelwochenende bei bestem Sommerwetter zu Ende. 41 Starter aus acht Vereinen, zwei Pokalwettbewerbe und 13 zusätzliche Gäste und Ehemalige sorgten für viel Betrieb auf und neben der Schierker Rodelbahn.

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Rodlern allerdings nicht. Anfang September geht es zum 20. Ostseepokal nach Barth.


Osterpokal 2026: Erfolgreicher Start in die Sommersaison

Osterpokal 2026: Erfolgreicher Start in die Sommersaison

Während vielerorts am Ostermontag zum klassischen Osterspaziergang aufgebrochen wurde, hieß es für die Rennrodler aus Sachsen-Anhalt: zurück auf die Bahn! Nur drei Wochen nach dem Ende der Wintersaison packten die Sportler ihre Rollenschlitten aus und eröffneten mit dem mittlerweile fast schon traditionellen Osterpokal die neue Sommersaison.

Bei einer Mischung aus strahlendem Sonnenschein, frischem Wind und kühlen Temperaturen gingen insgesamt 26 Starter im Alter von 5 bis 66 Jahren an den Start. Damit war ein Großteil der aktiven Sportler des Landesverbandes vertreten. Ob es an der großen Motivation zum Saisonstart lag oder doch eher daran, nach dem langen Osterwochenende wieder etwas Abstand vom Familienprogramm zu gewinnen, blieb allerdings offen.

In 16 verschiedenen Wertungsklassen wurde um Zeiten und Platzierungen gekämpft – beste Voraussetzungen für spannende Wettkämpfe.

Nach zwei Trainingsläufen folgten drei Rennläufe, bei denen durch einen Schlittentausch für Chancengleichheit gesorgt wurde. Am Ende durfte sich auch jeder Teilnehmer über einen Platz auf dem Podest freuen – ein schönes Zeichen für den gemeinschaftlichen Charakter der Veranstaltung.

Besonders eng ging es in den Männerklassen zu: Bei den Herren setzte sich Gregor Streitenberger mit einem hauchdünnen Vorsprung von nur sieben Hundertstelsekunden vor seinem Bruder Johannes durch. Noch knapper fiel die Entscheidung bei den Senioren C aus: Sven Zieprich gewann mit gerade einmal sieben Tausendstelsekunden Vorsprung vor Daniel Kuhn. Nur weitere fünf Hundertstel dahinter sicherte sich Jan Bielenski den dritten Platz.

Den feierlichen Abschluss bildete die Siegerehrung, die durch Verbandspräsident Dr. Brachmann gemeinsam mit der Zweitplatzierten im Junioren-Gesamtweltcup Lilly Sophie Bierast vorgenommen wurde.

Mit spannenden Rennen, fairen Bedingungen und guter Stimmung war der Osterpokal 2026 somit ein gelungener Auftakt in die Sommersaison.

ERGEBNISLISTE


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Sachsenmeisterschaft der Breitensportler: Gold für Schierke trotz schwieriger Bedingungen

Sachsenmeisterschaft der Breitensportler: Gold für Schierke trotz schwieriger Bedingungen

Schon fast traditionell ging es für die Harzer Rodler kurz vor Weihnachten noch einmal ins Erzgebirge zur Sachsenmeisterschaft der Breitensportler – zugleich ein Wertungsrennen der BSD-Masters-Serie. Die Anreise erfolgte am 22. Dezember bei suboptimale Wetterbedingungen: Nebel, Nieselregen und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt.

Entsprechend präsentierte sich auch die Bahn. Sie war zwar nicht besonders schnell, verlangte den Athletinnen und Athleten durch die wechselnden Bedingungen zwischen abgedeckten Kurven und offenen Geraden jedoch einiges an Konzentration ab. Für den Schierker Rodel- und Bobsportverein gingen Susette und Hans-Jürgen an den Start, während der RC Blankenburg mit gleich acht Breitensportlern stark vertreten war.

Pünktlich zum Renntag setzte dann Schneefall ein, der die Bedingungen trotz aller Bemühungen der Bahnarbeiter nicht einfacher machte. Umso höher sind die Leistungen zu bewerten: Hans-Jürgen zeigte bereits im Training und auch im Wettkampf zwei souveräne, fehlerfreie Fahrten und sicherte sich bei den Senioren A den Sachsenmeistertitel vor Michael Six (SSV Lichtenstein) und František Halíř (Dukla Liberec) – Gold für Schierke!

Susette hatte im ersten Wertungslauf einen Fahrfehler im Übergang Kurve 16/17. Trotz einer sauberen und fehlerfreien Fahrt im zweiten Lauf ließ sich der Rückstand nicht mehr vollständig aufholen. Am Ende bedeutete das Platz 2 hinter Susanne Meyer und vor Mandy Linz. Doch gerade bei diesen Bedingungen gilt: Eine saubere Abschlussfahrt ist manchmal mehr wert als ein Sieg.

Auch für den RC Blankenburg verlief der Wettkampf durchwachsen, aber mit starken Einzelleistungen. Niklas Pietsch belegte nach zwei fehlerfreien Läufen einen sehr guten 2. Platz unter sieben Startern, nur geschlagen von Radek Říha (RRC Altenberg). In den jüngeren Altersklassen konnten Cedric Möller und Lennox Laue jeweils den Sieg in ihren Klassen einfahren.

Bei den Herren ging es hingegen turbulent zu – niemand schien mit den Bedingungen so richtig zurechtzukommen. Der Schnee sorgte für einige „schwimmende“ Momente, und am Ende mussten sich die Brüder Streitenberger mit den Plätzen 3 und 5 begnügen. Auch in der Königsdisziplin der Doppelsitzer spielte das Wetter den sachsen-anhaltinischen Teams nicht in die Karten: Nach Laufbestzeit im ersten Durchgang fielen Elle/Kuhn nach einem Fahrfehler im zweiten Lauf auf Platz 5 zurück, gefolgt von Streitenberger/Streitenberger sowie Möller/Laue. (Ergebnisse)

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt jedoch nicht: Bereits am 02.01. geht es für die Sportlerinnen und Sportler aus Sachsen-Anhalt erneut nach Sachsen, um zwei Trainingseinheiten zu absolvieren und anschließend die Harzmeisterschaften auszutragen.

Bis dahin wünschen wir allen frohe Weihnachten, entspannte Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! 🎄🛷✨